Diagnostik, Therapie und Beratung

Prof. Heidenkummer steht Ihnen bei allen Augenerkrankungen mit seiner großen ärztlichen Erfahrung und den modernen diagnostischen Möglichkeiten seiner Praxis mit Rat und Tat zur Seite, seien es Makulaerkrankungen wie die AMD (=alterskorrelierte Makuladegeneration) oder andere Formen von Makulaveränderungen, Netzhauterkrankungen unterschiedlicher Art, der grüne Star (Glaukom), Linsentrübungen (grauer Star), Fehlsichtigkeiten, das trockene Auge.

Prof. Heidenkummer ist ein großer Anhänger der wissenschaftlichen Schulmedizin, ist aber genauso offen für komplementärmedizinische Verfahren, in denen er sich umfangreich weitergebildet hat. Erst nach genauer Diagnostik kann Prof. Heidenkummer einschätzen, welcher therapeutische Weg für Sie infrage kommt.

Grauer Star

Der graue Star, medizinisch Katarakt genannt, ist eine häufige Augenkrankheit, die sich meist erst nach dem 60. Lebensjahr bemerkbar macht, aber auch schon in jüngeren Lebensjahren und sogar bei Kindern oder Neugeborenen auftreten kann.

Die Krankheit zeichnet sich aus durch eine meist schleichend verlaufende Trübung der Augenlinse mit langsamer Verschlechterung der Sehleistung und oftmals einer  erhöhten Blendempfindlichkeit. Farben können blasser erscheinen, Kontraste werden vermindert wahrgenommen.

Im fortgeschrittenen Stadium führt die Erkrankung zur Erblindung, die glücklicherweise durch eine Operation verhindert werden kann. Ein operativer Eingriff, bei dem die körpereigene Linse gegen eine Kunstlinse ausgetauscht wird, stellt das Sehvermögen wieder her.

Prof. Heidenkummer berät Sie gerne bei allen Fragen zur Operation, zum richtigen Zeitpunkt für die Operation und zur Auswahl der geeigneten Kunstlinse.

Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut kleidet die Innenfläche des rückwärtigen Auges aus und ist im technischen Sinne vergleichbar mit dem Film in einer Fotokamera.

Das punktgenaue, scharfe Sehen wird über das Bild vermittelt, das auf der Makula, die genau in der Sehachse liegt, entsteht.

Störungen an dieser Stelle führen zu Symptomen wie Bildverzerrungen und abnehmende Sehschärfe, springende Buchstaben beim Lesen, fehlende Buchstaben in Wörtern, schlechtes oder fehlendes Erkennen von Gesichtern, Wahrnehmung von hellen oder dunklen Flecken bei Lichtwechsel.

Bei akutem Auftreten dieser Symptome ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung erforderlich!

Die Netzhaut außerhalb der Makula, die sog. periphere Netzhaut nimmt vor allem Bewegungen und Konturen im äußeren Gesichtsfeld wahr und erlaubt uns die gute Orientierung in unserer Umgebung.

Eine Netzhautablösung führt zum Ausfall dieser Funktion und bei akutem Ereignis zu einem mit der Zeit größer werdenden Schatten und zunehmender Einschränkung des äußeren Gesichtsfeldes.

Neben diesen Zeichen einer evtl. schon bestehenden Netzhautablösung kann sich diese ankündigen durch akute Symptome mit Wahrnehmung von Lichtblitzen, Fäden, fliegenden Mücken, Rußregen, akutem Sehverlust.

Bei diesen Symptomen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung erforderlich!

MAKULADEGENERATION

Die alterskorrelierte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige Veränderung, bei der die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut (=Makula lutea oder gelber Fleck) zunehmend beeinträchtigt werden kann.

Grundsätzlich werden 2 Formen unterschieden:

DIABETISCHE NETZHAUTVERÄNDERUNGEN

Bei der Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus) können Netzhautveränderungen auftreten und die Sehfähigkeit bedrohen. Bei langfristig guter Einstellung des Diabetes und regelmäßiger augenärztlicher Kontrolle sind meist keine wesentlichen Sehstörungen zu befürchten. Die Einstellung des Diabetes mellitus ist deshalb immer die Grundlage auch der augenärztlichen Behandlung. Bei penibler Einstellung des Diabetes kann auch bei jahrzehntelangem Verlauf das Auftreten von Netzhautveränderungen verhindert werden.

Die augenärztliche Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Netzhautveränderungen, wobei Laserverfahren oder auch die Eingabe von Medikamenten in das Auge erforderlich werden können.

Grundlage der Therapie ist die langfristig gute Diabeteseinstellung mit regelmäßigen augenärztlichen Kontrollen!

ANDERE MAKULAERKRANKUNGEN

Macular pucker (auch epiretinale Gliose oder Makulamembran genannt)

Bei dieser Veränderung bildet sich ein feines Häutchen auf der Innenfläche der makulären Netzhaut mit Dehnung des Netzhautgewebes und zunehmenden Verzerrungen und einer Abnahme der Sehschärfe. Oft pendelt sich diese Veränderung auf einen stabilen Zustand ein und kann dann durchaus längere Zeit nur augenärztlich beobachtet werden.

Bei starker subjektiver Beeinträchtigung durch die Verzerrungen oder durch die Abnahme der Sehschärfe kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden.  Für die Entscheidung zu diesem Eingriff sollten Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden.

Retinopathia centralis serosa (RCS)

Bei dieser Erkrankung sammelt sich Flüssigkeit unter der makulären Netzhaut an mit typischen Beschwerden einer Makulaerkrankung (Abnahme der Sehschärfe, Verzerrungen, Störung der Farbwahrnehmung, Abnahme des Kontrasts). Oft ist diese Veränderung selbstheilend, kann aber bei längerem Verlauf medikamentös oder mit speziellen Laserverfahren unterstützt werden. Die Behandlung mit Cortison ist nicht indiziert.

Schon seit langem wird die Erkrankung mit Stressfaktoren in Verbindung gebracht. Nicht nur die rein psychosomatische Komponente mit Erkennen und Reduktion dieser Faktoren sondern auch die blutchemische Analyse der stressrelevanten Hormonspiegel sollten bei dieser Veränderung zum Einsatz kommen.

MAKULALOCH (Makulaforamen)

Manchmal wird von Betroffenen erst bei zufälligem Abdecken eines Auges bemerkt, dass die Sehschärfe an einem Auge schlecht ist. Ursache kann u.a. ein Loch der makulären Netzhaut sein, in anderen Fällen kann es als akutes Geschehen wahrgenommen werden.

Die Behandlung kann nur chirurgisch erfolgen. Der Operationserfolg hängt u.a. von der Größe des Loches ab.

Bei dieser Operation müssen Nutzen und Risiken gut abgewogen werden. Die Operation kann nur durch entsprechend erfahrene Augenchirurgen durchgeführt werden.

DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN DER NETZHAUT

Trockenes Auge

E-Eye (IRPL-Therapie) und LLL-Therapie

Trockene Augen sind weit verbreitet. Viele Menschen sind dadurch in ihrem Alltag erheblich eingeschränkt. Vorherrschende Symptome sind Brennen und Rötungen, unscharfes Sehen, tränende Augen, Fremdkörpergefühl. Die Ursachen sind vielfältig. Im höheren Lebensalter, bei regelmäßiger Bildschirmarbeit, nach der Einnahme bestimmter Medikamente oder nach Augenoperationen kann das trockene Auge auftreten, ebenso bei Infektionen, Allergien oder größerer Schadstoffbelastung, aber auch bei einer hormonellen Dysbalance vor,  im oder nach dem Klimakterium. Zugrunde liegt eine Dysfunktion der Meibomdrüsen, die eine fetthaltige Lipidschicht absondern, welche für die gleichmäßige Befeuchtung der Augenoberfläche nötig ist. Genau hier setzt die Behandlung mit dem innovativen E-Eye-System an.

Die E-Eye-Technik stimuliert mithilfe von Infrarotlicht die Nerven, die die Meibomdrüsen regulieren und sorgt so für eine Verbesserung der Drüsenfunktion, oft schon nach kurzer Behandlungsdauer. Eingesetzt wird dabei die patentierte IRPL®-Technologie (Intense Regulated Pulsed Light), die speziell für die Therapie der Meibomdrüsen-Dysfunktion (MGD) zertifiziert ist. Durch die Behandlung werden die Meibomdrüsen angeregt, wieder nachhaltig die schützende Lipidschicht abzusondern. Die Wirksamkeit wird erhöht durch eine zusätzliche 15-minütige niedrig schwellige Lichttherapie (LLL-Therapie = low level light therapy).

Bereits nach drei bis 4 Sitzungen innerhalb von 6 bis 7 Wochen können die Meibomschen Drüsen die normale Sekretion wieder aufnehmen. Die einzelnen Behandlungen dauern nur wenige Minuten.  Bei den komplett schmerzfreien Behandlungen werden die Unterlider Infrarotlicht-Impulsen ausgesetzt. Durch die Einwirkung des Infrarotlichts auf die Nerven werden die Meibomdrüsen stimuliert, um ihre Funktion der Lipidproduktion wieder aufzunehmen. Eine evtl. notwendige schmerzfreie sog. Meibomexpression führt zur Entleerung des zähen Meibomsekrets (=Meibum), sodass neu gebildetes Meibomsekret wieder fließen kann.

Die positive Wirkung der E-Eye-Therapie kann oft schon nach der ersten Sitzung eintreten, insbesondere in Kombination mit der LLL-Therapie. Der Behandlungserfolg liegt bei 86%.

Vor der Behandlung erfolgt eine genaue, ebenso schmerzfreie Diagnostik der Tränensekretion, des Tränenfilms und eine Darstellung der Meibomschen Drüsen. Mit dieser genauen Diagnostik kann abgeschätzt werden, ob die Therapie mit dem E-Eye-System eingesetzt werden kann.

Effektive Lidbehandlung mit dem Blephex-System

Häufig suchen Patienten in unserer augenärztlichen Praxis Rat, die unter den unangenehmen und schmerzhaften Begleiterscheinungen trockener Augen leiden. Ursache für das Austrocknen des Auges können chronische Entzündungen der Lidränder (fachsprachlich: Blepharitis) sein, die mit einer Verlegung der Ausführungsgänge der Meibomschen Drüsen und der Drüsen in den Wimpernböden einhergehen. Neben hormonellen und Umweltfaktoren als Auslöser werden diese Entzündungen oft durch die Ansiedlung von Erregern (Milben) in den Wimpernböden hervorgerufen.

Eine professionelle Lidrandreinigung mit dem Blephex-Gerät kann hier Abhilfe schaffen. Bei der sicheren und gründlichen mechanischen Reinigung werden die hartnäckigen Milben ebenso wie Bakterien und Ablagerungen auf schmerzlose Weise entfernt. Schon nach der ersten Therapiesitzung sollten Sie eine deutliche Linderung der Symptome spüren. Bei ausgeprägten Entzündungen empfiehlt es sich, die Lidränder zweimal im Jahr mit dem schonenden Blephex-System reinigen zu lassen.

Vor Beginn der Behandlung erhalten Sie von uns eine leichte Betäubung Ihrer Augenlider, so dass Sie nichts vom Reinigungsprozess spüren. Mithilfe von winzigen medizinischen Schwämmchen, die in eine spezielle Reinigungsflüssigkeit getaucht werden, reinigt das Blephex-Gerät Ihre Lidränder und Wimpern mit sanften Drehbewegungen. Verkrustungen, Hautschuppen, bakterielle Ablagerungen und Milben werden gründlich und schnell beseitigt. Bereits nach wenigen Minuten ist die Therapiesitzung abgeschlossen.

Grüner Star

Ein zu hoher Augendruck kann den Sehnerv so schädigen, dass eine vollständige Erblindung eintreten kann. Dies ist der grüne Star, medizinisch Glaukom genannt.

Der grüne Star kann in verschiedenen Formen auftreten. Am häufigsten ist das sog. Glaukom mit offenem Kammerwinkel (Offenwinkelglaukom) im Unterschied zum Glaukom mit engem Kammerwinkel (Engwinkelglaukom). Daneben gibt es noch andere Formen wie z.B. das Neovaskularisationsglaukom oder auch angeborene Formen des grünen Stars.

Die Unterscheidung dieser Formen ist wichtig, um die richtige Therapiestrategie festzulegen, wie z.B. die medikamentöse Therapie mit Augentropfen oder eingreifendere Maßnahmen wie eine gezielte Laseranwendung bis hin zu chirurgischen Verfahren.

Die Früherkennung ist sehr wichtig, um irreversible Schäden des Sehnerven zu vermeiden. Ab dem 40. Lebensjahr werden deshalb augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen empfohlen mit Messung des Augeninnendrucks und genauso wichtig mit augenärztlicher Beurteilung des Sehnerven durch Untersuchung des Augenhintergrunds.

Bei bestehendem Glaukom sind regelmäßige augenärztliche Verlaufskontrollen die Grundvoraussetzung die Erkrankung stabil zu halten. Neben der Messung des Augeninnendrucks, der Beobachtung von Sehnervveränderungen gehören auch regelmäßige Untersuchungen des Gesichtsfeldes zum Standard.

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